EM Berlin: Selina läuft auf Rang 7

© Daniel Mitchell

07.08.2018

“Sometimes it's not about the happy ending" – ein Zitat, welches sehr gut zum gestrigen 800-Meter-EM-Final passt. Bis 100 Meter vor dem Ziel lag Selina in Führung, ehe sie durchgereicht wurde und das Rennen auf dem 7. Rang beendete.

Zum zweiten Mal nach 2016 stand Selina gestern in einem EM-Final. Doch es sollte nicht der Abend der Toggenburgerin werden. Auf Bahn eins gestartet, überliessen ihr die Konkurrentinnen den Lead. Und Selina startete sehr schnell ins Rennen – im Nachhinein zu schnell. Die ersten 200 Meter absolvierte sie in 27 Sekunden, bei 400 Metern lag die Durchgangszeit bei 59.26 Sekunden. Die 27-Jährige setzte alles daran, ihre Position zu verteidigen und wehrte die Angriffe der Gegnerinnen erfolgreich ab. Als Erste bog sie auf die Zielgerade ein, doch da verliessen sie die Kräfte. Gegnerin um Gegnerin zog an ihr vorbei und sie wurde bis auf Rang sieben durchgereicht. Wie in Amsterdam hiess die Siegerin Natalia Pryschtschepa (2:00,38). Die Ukrainerin siegte vor der Französin Renelle Lamote (2:00,62) und ihrer Landsfrau Olga Ljachowa (2:00,79). Selina musste derweil eine herbe Enttäuschung hinnehmen. «Die erste Runde hat mich zu viel Substanz gekostet. In meiner momentanen Form verkrafte ich es offensichtlich nicht, so schnell anzulaufen.»

Gesundheitliche Probleme prägten die ganze Saison

Die bisherige Saison verlief alles andere als optimal. Im Sommer wurde Selina durch eine hartnäckige Erkältung ausgebremst. Wie bereits im Winter 2016/17 wurde sie danach von Problemen mit den Bronchien geplagt, welche die Atmung erschwerten. Im Vorfeld der Europameisterschaften war die Verunsicherung gross. Doch im Vorlauf und im Halbfinal hatte sie dank tollen Aufritten und taktischem Geschick viel Selbstvertrauen getankt und gehofft, dass ihr auch im EM-Final ein tolles Rennen gelingen würden. «Ich habe im Rennen intuitiv gehandelt und gepokert, nun ist es leider nicht aufgegangen.»

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